Bei der Wahl in Bosnien-Herzegowina haben die Nationalisten ihre Macht behalten. Das zeigen Ergebnisse der Wahlkommission nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen.
Die Wahlbeteiligung fiel auf einen Tiefstand. Nur gut 41 Prozent der Menschen gaben ihre Stimme ab. Im dreiköpfigen Staatspräsidium bleiben der Bosniake Becirovic und die Serbin Cvijanovic im Amt. Neu dabei ist die Kroatin Filipovic. Sie ist ebenfalls Nationalistin. Ihr Vorgänger Komsic war Sozialdemokrat.
Das Land ist zwischen Bosniaken, Serben und Kroaten aufgeteilt. Das komplizierte Wahlsystem stammt aus dem Friedensabkommen von Dayton 1995. Es beendete den Krieg mit mehr als 100.000 Toten.
belga/vk