Die Präsidentschaftswahl in Brasilien wird in einer Stichwahl entschieden. Am 25. Oktober treten der rechtskonservative Senator Flávio Bolsonaro und Amtsinhaber Lula da Silva gegeneinander an.
Bolsonaro hatte die erste Runde am Sonntag gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen kam er laut vorläufigen Angaben der Wahlbehörde auf rund 47 Prozent. Der Mitte-Links-Politiker Lula erreichte etwa 45 Prozent.
Lula nannte das Ergebnis unerwartet, zeigte sich aber zuversichtlich. Man sei in der Verlängerung und werde das brasilianische Volk überzeugen, sagte der 80-Jährige.
Bolsonaro sprach vom Ende der Ära der Arbeiterpartei. Der 45-Jährige war von seinem Vater Jair Bolsonaro als Kandidat aufgebaut worden. Der Ex-Präsident sitzt wegen eines geplanten Staatsstreichs eine Haftstrafe von 27 Jahren ab. Gewinnt Flávio Bolsonaro, würde sich nach Argentinien, Peru, Chile und Kolumbien auch Brasilien hinter US-Präsident Trump stellen.
belga/vk