Die iranische Landeswährung Rial verliert angesichts des Krieges und internationaler Wirtschaftssanktionen weiter an Wert. Auf dem freien Markt stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf drei Millionen Rial. Das berichtet das iranische Finanzportal Bon-Bast.
Der Wertverlust trifft die Bevölkerung unmittelbar. Nach Angaben von Finanzexperten ist der durchschnittliche Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet rund 120 auf etwa 70 Euro gesunken. Gleichzeitig werden importierte Waren und Rohstoffe deutlich teurer.
Besonders stark sind die Lebensmittelpreise gestiegen. So kostet ein Brot inzwischen rund 500.000 Rial - doppelt so viel wie zuvor. Der Preis für ein Kilogramm Reis stieg von 3,5 auf 5,5 Millionen Rial. Fleisch können sich viele Haushalte nach eigenen Angaben nicht mehr leisten.
dpa/mh