In Europa führten die Flüsse im Sommer so wenig Wasser wie seit 30 Jahren nicht. Gleichzeitig waren die Meere rund um Europa ungewöhnlich warm. Das geht aus einem Bericht des EU-Klimawandeldienstes Copernicus hervor. Demnach wurden im Juli und August an vielen großen Flüssen wie Rhein, Donau, Po, Loire, Rhône und Seine rekordniedrige Abflüsse registriert.
Die Folge sei ein erhöhter Druck auf Bewässerung, Kühlung von Kernreaktoren, Wasserkraft, Süßwasserverfügbarkeit und Energieversorgung gewesen. Das verdeutliche den engen Zusammenhang zwischen Klimawandel und geopolitischen Herausforderungen wie der Energiesicherheit, hieß es vom Dienst des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.
Den Copernicus-Daten zufolge war der Sommer für den Gesamtkontinent der drittwärmste und für Westeuropa der wärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn. Westeuropa verzeichnete eine Durchschnittstemperatur von 21,7 Grad Celsius, was 2,5 Grad über dem Schnitt der Jahre 1991 bis 2020 liegt.
dpa/est