Nach tagelangen teils gewaltsamen Schulprotesten in Frankreich versucht die Regierung, die Lage in den Griff zu bekommen. Bildungsminister Édouard Geffray will mit Vertretern von Schülern und Studierenden zusammenkommen, um über deren Forderungen zu sprechen. Justizminister Gérald Darmanin drohte dagegen, Eltern sollten für die Schäden, die durch ihre Kinder bei den Demonstrationen entstanden sind, zahlen.
Auch am Freitagmorgen gingen die Proteste weiter. 400 Schulen in Frankreich bleiben am Freitag geschlossen. Im Umfeld der geschlossenen Schulen wurden Demonstrationen verboten.
Seit Tagen machen Schülerinnen und Schüler an Frankreichs Gymnasien ihrem Ärger über marode Schulgebäude und zu wenig Lehrpersonal Luft. Mittlerweile wird auch an Universitäten demonstriert. Immer wieder kam es bei den Protesten auch zu Ausschreitungen. Dem Innenministerium zufolge schlagen die Proteste in "städtische Unruhe" um. Einsatzkräfte würden angegriffen, Brände gelegt und Zerstörung angerichtet.
Tausende Menschen wurden festgenommen. 305 Polizisten und Gendarmen wurden verletzt. Der Regierung zufolge wurden seit Beginn der Proteste 170 Schüler und 65 Menschen aus dem Bildungswesen verletzt.
dpa/est