In Saudi-Arabien ist ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai nach einem Zwischenfall im Cockpit sicher notgelandet. Israel erklärte, der Copilot habe das Flugzeug zum Absturz bringen wollen.
Die Boeing 737 MAX war von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Tel Aviv unterwegs. Während des Fluges wurden zunächst der internationale Notfallcode 7700 und später der Code 7500 für eine mögliche Flugzeugentführung ausgesendet.
Nach Angaben internationaler Medien soll es im Cockpit zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Piloten und dem Copiloten gekommen sein. Dabei soll der Copilot ein Messer gezückt haben. Passagiere berichten von Schreien und davon, dass sie Blut im Cockpit gesehen hätten.
Fluggäste sowie weitere Piloten, die sich offenbar in Zivil an Bord befanden, sollen eingegriffen und die Kontrolle über das Flugzeug übernommen haben. Anschließend landete die Maschine in Saudi-Arabien.
Israel hatte wegen des Vorfalls Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Medienberichten zufolge stiegen israelische Kampfjets auf, um das Flugzeug zu überwachen und im Fall einer Entführung einzugreifen.
Israel: Dschihadistischer Terroranschlag
Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Ben-Gvir, hat den Zwischenfall als mutmaßlichen Terroranschlag bezeichnet. Laut Ben-Gvir sollte die Maschine mit 180 israelischen Passagieren an Bord zum Absturz gebracht werden. Eine unabhängige oder offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
Verteidigungsminister Katz sprach vom "Versuch eines dschihadistischen Anschlags", der nur dank des Mutes israelischer Passagiere vereitelt worden sei. Nach Angaben von Ministerpräsident Netanjahu stach einer der Piloten mit einem Messer auf seinen Kollegen ein, als die Maschine sich Israel näherte. Er habe offenbar vorgehabt, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.
Israelische Medien berichten, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman. Dafür gibt es bisher aber keine offizielle Bestätigung.
vrt/mh