Israels Ministerpräsident Netanjahu hat bei den Vereinten Nationen sein Vorgehen in Gaza und im Iran mit Nachdruck verteidigt. Internationale Vorwürfe gegen sein Land wies er zurück, zugleich griff er seine Kritiker an. Israel des Völkermords zu bezichtigen, sei die größte Lüge des Jahrhunderts, sagte er.
Als Netanjahu an das Podium trat, verließen zahlreiche Delegationen den Saal. Der Premier antwortete darauf mit scharfer Kritik und bezeichnete die Abwesenden als moralische Feiglinge. Gleichzeitig kam es vor dem UN-Gebäude in New York zu Protesten. Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen, darunter auch prominente Schauspielerinnen wie Susan Sarandon und Hannah Einbinder.
Zuvor hatte Palästinenserpräsident Abbas eine Rede gehalten. Er sprach per Videokonferenz aus Ramallah, da er kein US-Visum erhalten hatte. Er prangerte die Zerstörungen und die Vertreibungen der Menschen durch den Krieg im Gazastreifen an und kritisierte die Ausbreitung israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland scharf. Abbas forderte die Umsetzung des Friedensplans für den Gazastreifen und eine Zweistaatenlösung.
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