In Marokko wird am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Knapp 16 Millionen Menschen haben sich für die Wahl registriert. Wahlberechtigt wären fast 23 Millionen.
Vor allem junge Marokkaner sehen die Wahl kritisch. Das Parlament hat nur begrenzte Befugnisse. Faktisch liegt die Macht bei König Mohammed und seinem Umfeld.
Im Zentrum des Wahlkampfs standen wirtschaftliche und soziale Fragen, darunter die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die gestiegenen Lebenshaltungskosten.
Die Wahl findet auch vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 statt. In Politik und Medien wird die neue Regierung daher auch als "WM-Regierung" bezeichnet. Sie soll Projekte rund um Infrastruktur, Verkehr und Flughäfen über Stadien bis hin zu Tourismus, Investitionen und regionaler Entwicklung für die Weltmeisterschaft begleiten.
Marokko wird die Spiele gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichten.
jp/mh/dpa