In den USA haben Beamte der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE in der texanischen Großstadt Austin einen Mann angeschossen. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Das teilte der Bürgermeister von Austin, Kirk Watson, mit.
Viele Details des Vorfalls seien noch unklar. Watson forderte, dass die örtlichen Behörden an den Ermittlungen beteiligt werden. Eine Stellungnahme von ICE gab es bisher nicht. Fotos vom Tatort legen nahe, dass sich der Mann in seinem Auto befand, als die Schüsse fielen. Am Ort des Zwischenfalls kam es spontan zu kleineren Protesten gegen das Vorgehen der Bundesbehörde.
US-Präsident Donald Trump setzt seit seinem Amtsantritt vor gut eineinhalb Jahren auf einen sehr harten Kurs gegen Migranten, die vorbestraft sind oder keinen gültigen Aufenthaltstitel haben. Er setzt dabei vor allem auf die zunehmend umstrittene Bundesbehörde ICE, deren Beamte Razzien und Festnahmen übernehmen.
Die teils brutalen Einsätze der von Trump massiv verstärkten Behörde stoßen in den USA auf viel Kritik - so war es unter anderem Anfang des Jahres nach tödlichen Schüssen auf zwei US-Amerikaner im Bundesstaat Minnesota zu Protesten gekommen.
dpa/est