In Deutschland hat die CDU bei zwei Landtagswahlen große Verluste hinnehmen müssen. In Mecklenburg-Vorpommern ist die CDU erstmals gar nicht mehr im Landesparlament vertreten und in Berlin verliert sie klar gegen die Linke. Das geht aus den Ergebnissen nach Auszählung aller Wahlbezirke hervor. In beiden Bundesländern sind Parteien der politischen Ränder deutlich gestärkt.
Bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD stärkste Kraft (38,2 Prozent). Sie kann ihr Ergebnis mehr als verdoppeln. Auf Platz zwei kommt die SPD (35,5 Prozent). Außerdem ziehen die Linke mit 6,5 Prozent und die Grünen mit 5,7 Prozent in den Landtag ein. Die CDU kommt auf 4,9 Prozent und verpasst erstmals in ihrer Geschichte den Einzug in einen Landtag. Auch BSW und FDP scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
Die derzeitige rot-rote Regierung unter Ministerpräsidentin Schwesig von der SPD verliert ihre Mehrheit, in einer Koalition mit den Linken und Grünen könnte Schwesig jedoch weiterregieren. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die anderen im Landtag vertretenen Parteien aus.
Bei der Landtagswahl in Berlin ist die Linke stärkste Kraft geworden. Sie hat ihre Stimmen mehr als verdoppelt. Laut vorläufigem Ergebnis kommt die Partei auf 25,7 Prozent der Stimmen. Die bisherigen Regierungsparteien CDU und SPD verlieren deutlich. Die CDU kommt nur noch auf 18,8 Prozent. Für die SPD stimmten 12,1 Prozent. Drittstärkste Partei hinter der CDU wurde die AfD mit 16,3 Prozent, ein Zuwachs von 7,2 Punkten. Dann folgen die Grünen mit 14,3 Prozent, minus 4,1. Das BSW scheitert mit 4,7 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP kommt auf 2,5 Prozent der Stimmen.
Die derzeit in Berlin regierende Koalition aus CDU und SPD hat ihre Mehrheit verloren. Als wahrscheinlichste Konstellation gilt ein rot-grün-rotes Bündnis unter Führung der Linken. Die Linken-Spitzenkandidatin Eralp will Regierende Bürgermeisterin werden.
dpa/dlf/est