Kampfflugzeuge der Nato haben über Litauen eine Drohne abgeschossen. Das berichtet die litauische Regierung.
Präsident Nauseda dankte den Einsatzkräften der Nato für die schnelle Reaktion.
Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fühlt sich das Land in besonderem Maße bedroht.
Litauens Militärgeheimdienst liegen nach Regierungsangaben Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten erwägen könnte.
Die Zahl der hybriden Angriffe von Russland auf Nato-Staaten nimmt nach Angaben aus dem Militärbündnis deutlich zu. Allein im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 200 Angriffe erfasst. Dabei seien die alltäglichen Cyberangriffe nicht eingerechnet, erklärte ein ranghoher Nato-Beamter in Brüssel. Davon gebe es allein gegen das Nato-Hauptquartier jeden Monat Tausende.
Zum Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sagte der Nato-Vertreter, der gefundene Sprengstoff deute nach seiner Einschätzung darauf hin, dass ein russischer Geheimdienst direkt involviert gewesen sei. Die Nato stuft den Vorfall wie die Bundesregierung trotz der letztlich nicht erfolgten Explosion als hybriden Angriff ein.
dpa/est