Mit Zustimmung des Irans und der arabischen Mitglieder haben die Länder der Brics-Gruppe zu einer maximalen Zurückhaltung im Nahost-Konflikt aufgerufen. Die Staatengruppe sei "tief besorgt über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten", hieß es in einer Erklärung, die schon am ersten Tag des Brics-Gipfeltreffens in Neu-Delhi veröffentlicht wurde.
Hinter den Appell, sich zu mäßigen und Maßnahmen zur Verschärfung der Lage zu vermeiden, stellte sich neben Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch der Iran, der dem Bündnis mittlerweile angehört. Die Forderung bezog sich auf den Iran-Krieg und den israelisch-palästinensischen Konflikt.
Indiens Premierminister Narendra Modi warnte am Sonntag zum Abschluss des zweitägigen Treffens der Staats- und Regierungschefs noch einmal vor den Risiken durch die wachsenden geopolitischen Spannungen. Diese hätten "erhebliche negative sowie weitreichende Auswirkungen auf das Leben der Menschen".
Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Mittlerweile gehören auch Saudi-Arabien, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesien und der Iran zu der Gruppe.
dpa/est