Nach dem Fährunglück in Indonesien wird nach zahlreichen Vermissten gesucht. Noch ist das Ausmaß des Unglücks unklar. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, wie die Rettungsbehörden mitteilten. 115 Menschen seien von anderen Schiffen in der Javasee gerettet worden, mehr als 120 würden aber noch vermisst.
Die Fähre "Virgo Transport 8" war mit 243 Menschen an Bord auf dem Weg von der Großstadt Surabaya auf der Hauptinsel Java ins knapp 500 Kilometer entfernte Banjarmasin in der Provinz Süd-Kalimantan auf Borneo. Am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) riss die Funkverbindung zu der Fähre ab, wie die Behörde weiter mitteilte.
Der südostasiatische Inselstaat Indonesien mit rund 280 Millionen Einwohnern besteht aus mehr als 17.000 Inseln, weswegen Fähren eine große Rolle für den Transport von Passagieren und Fracht spielen. Sicherheitsstandards werden jedoch oft nur unzureichend durchgesetzt, zudem sind die Fährschiffe oft überfüllt. Unfälle sind in dem Land keine Seltenheit.
Erst im vergangenen Monat war eine Fähre zwischen den bei Touristen beliebten Inseln Bali und Lombok in Brand geraten. Fast alle der mehr als 170 Menschen an Bord der "Putri Yasmin" wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht. Die Einsatzkräfte bestätigten aber ein Todesopfer.
dpa/est