Auch nach den Gesprächen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew ist weiterhin unklar, welche Vorschläge für eine Friedenslösung sie den Kriegsparteien vorgelegt haben.
Offen ist auch, ob es zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung kommen wird. Die Rückkehr zum trilateralen Format könnte Fortschritte bringen, sagte Kushner zum Abschluss des ersten Besuchs der US-Gesandten in Kiew.
Zuletzt hatten die USA im Februar bei direkten Unterredungen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz als Vermittler am Tisch gesessen. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche auf Eis.
Selenskyj rechnet mit Krieg bis in den Winter
Der Krieg in der Ukraine wird nach Einschätzung von Präsident Selenskyj mindestens bis in den Winter andauern. Das sagte er nach den Gesprächen in Kiew mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie europäischen Sicherheitsberatern.
Tote in Russland und auf annektierter Krim
Bei ukrainischen Angriffen sind laut russischen Behörden am Montag mehrere Menschen getötet worden. Betroffen waren Ziele in Russland und auf der annektierten Krim.
Östlich von Moskau starb ein Mensch, vier weitere wurden verletzt. Der zuständige Gouverneur sprach von 27 abgewehrten Drohnen. Auch in der Grenzregion Belgorod wurde ein Mann bei einem Angriff getötet.
Auf der Krim kamen laut prorussischer Verwaltung ein Mann und eine Jugendliche ums Leben. Mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt.
Präsident Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf mehrere russische Raffinerien. Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen Russlands Invasion und greift dabei auch russisches Gebiet an.
dpa/sh