Nach dem Fährunglück vor Zypern sind neun Verdächtige vor Gericht gestellt worden. Unter ihnen sind der Kapitän und sieben Besatzungsmitglieder.
Auch der Unternehmensdirektor muss sich verantworten. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Der Katamaran war am Sonntag auf dem Weg zur Türkei gekentert. Kurz nach dem Auslaufen war Wasser eingedrungen. An Bord waren 267 Menschen. 239 Menschen wurden lebend gerettet, acht starben.
Nach weiteren Vermissten wird noch gesucht. Laut Polizei hatte das Schiff einen Riss an der vorderen linken Seite.
Das Schiff verfügte nach Behördenangaben über gültige Zulassungen. Auch der Wetterdienst hatte die Bedingungen vorab als geeignet bewertet.
Vorwürfe gegen Crew
Die Passagiere der vor der Küste Zyperns gekenterten Fähre haben schwere Anschuldigungen gegen die Besatzung des später gesunkenen Katamarans erhoben. So soll der Kapitän von Bord geflüchtet sein.
Außerdem berichteten einige der rund 260 Passagiere von verschlossenen Türen und Fluchtwegen, behauptet der türkisch-zyprische Verkehrsminister Erhan Arikli.
dpa/sh