Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya hat China die Rettungsarbeiten in Tibet unterbrochen. Das berichten Staatsmedien. Die Hilfsmannschaften zögen sich zurück, weil sich hinter Schlamm- und Geröllmassen ein See aufgestaut habe, der beginne über die Ufer zu treten.
Im Katastrophengebiet in Tibet und Nepal werden noch etwa 1.400 Menschen vermisst. Die Behörden melden bislang rund 470 Todesopfer. Zum Zeitpunkt der Sturzflut hielten sich auch Hunderte ausländische Touristen in der Region auf. Gesucht wird unter anderem nach einer Gruppe aus Indien, die auf einer Pilgerreise war. Auch drei Belgier werden vermisst.
Die Arbeit der mehreren tausend Rettungskräfte in den Katastrophengebieten wird durch Regen zusätzlich erschwert. Schlammmassen haben viele Straßen für schweres Gerät unpassierbar gemacht. Inzwischen ist internationale Hilfe angelaufen. Indien etwa schickte Zelte, Medikamente und Lebensmittel, die mit Hubschraubern über den betroffenen Gebieten abgeworfen wurden
alle/jp