Neun dieser Marken bekommen wegen des hohen Risikos nicht einmal die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. Die Begründung für den Ausschluss ist die fehlende Service-Infrastruktur.
Nach Unfällen mangelt es an Werkstätten und Ersatzteilen für die Reparatur. Können Fahrzeuge nicht repariert werden, drohen Versicherern immense Kosten für Mietwagen und Schadensersatz. Experten erwarten, dass von den vielen neuen chinesischen Marken langfristig nur etwa fünf in Europa überleben. Zieht sich ein Hersteller zurück, wird das Auto so gut wie wertlos und irreparabel.
Die Situation in Belgien
In Belgien ist die Lage aktuell entspannter, da dort weniger dieser Marken auf dem Markt sind. Zudem kooperieren einige Hersteller mit etablierten Netzen (zum Beispiel Leapmotor über Stellantis oder die koreanische Marke KGM über Suzuki/Isuzu), was die Wartung sichert. Dennoch warnen Experten auch in Belgien vor Fahrzeugen aus dem sogenannten "grauen Import" (wie DFSK oder BAIC), da hier dieselben Ersatzteilprobleme drohen.
Fazit für Verbraucher
Der günstige Preis eines chinesischen Autos darf nicht das einzige Kaufkriterium sein. Autokäufer müssen vorab prüfen, ob ein stabiles Händlernetz und eine gesicherte Ersatzteilversorgung existieren, um spätere Probleme beim Versicherungsschutz zu vermeiden.
hln/mz