Nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet geht die Suche nach Vermissten weiter. Auf beiden Seiten der Grenze würden insgesamt noch rund 1.400 Menschen vermisst, meldeten die Behörden.
Bei etwa der Hälfte von ihnen soll es sich um Touristen handeln, unter ihnen viele Inder, Australier und Kanadier. Auch zu drei Belgiern gibt es noch immer keinen Kontakt.
Die Zahl der Todesopfer stieg erneut. Allein in Nepal wurden bislang 162 Leichen geborgen. Auf der chinesischen Seite meldeten die Staatsmedien bislang drei Tote.
Die Regierungen beider Staaten entsandten Tausende Einsatzkräfte in das Gebiet, außerdem ist internationale Hilfe angelaufen. Fast 240 Menschen konnten bisher mit Helikoptern gerettet werden.
Die Sturzflut hatte ganze Dörfer, Straßen und Brücken zerstört. Auslöser war offenbar ein Gletscherabbruch, der Massen von Eis, Schlamm und Geröll ins Tal spülte. Die Flutwelle war so hoch, dass selbst mehrstöckige Häuser nicht standhalten konnten.
Inzwischen ist eine internationale Hilfsaktion angelaufen. Das Internationale Rote Kreuz schickt unter anderem Trinkwasser, Erste-Hilfe-Koffer und Leichensäcke. Die Europäische Union unterstützt die Rettungskräfte mit ihrem Satellitendienst Copernicus und die Weltgesundheitsorganisation hat medizinische Nothilfe entsandt. Auch das Nachbarland Indien schickt 10 Tonnen humanitäre Hilfsgüter in Militärtransportflugzeugen und setzt Hubschrauber für Rettungsaktionen ein.
dpa/vrt/jp