Die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane will sich US-Sanktionen nicht beugen. Sie sagte, der Gerichtshof werde auch bei weiteren Sanktionen seine Arbeit fortsetzen.
Washington wirft dem Gericht politische Voreingenommenheit vor. Die Maßnahmen gegen Akane und Chefankläger Abdulaye Sey umfassen Einreiseverbote und Einschränkungen bei Finanzgeschäften. Akane sagte, ihre Kreditkarten seien bereits gesperrt worden. Künftige Sanktionen könnten sich auch direkt gegen den Strafgerichtshof richten.
Der Gerichtshof verfolgt mutmaßliche Verantwortliche für Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auch Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression fallen in seinen Zuständigkeitsbereich. Japan und die Europäische Union bekräftigten ihre Unterstützung für den Gerichtshof. Japan ist dessen größter finanzieller Unterstützer.
belga/vk