Wegen Niedrigwasser in der Donau hat Rumänien sein Atomkraftwerk Cernavoda abgeschaltet. Ende Juli wurde bereits der erste Reaktor heruntergefahren, am Donnerstag auch der zweite. Dem Energieministerium zufolge fehlt Kühlwasser für den weiteren Betrieb.
Das Kraftwerk liegt im Osten Rumäniens an einem Donauarm. Es deckt normalerweise rund ein Fünftel des rumänischen Strombedarfs. Im schlimmsten Fall könnte die Industrie weniger Strom erhalten. Für die Bevölkerung soll die Abschaltung keine Folgen haben. Rumänien verhandelt derzeit über Stromimporte aus der Ukraine und Bulgarien.
Vor zehn Tagen hatte die Armee einen Felsen in der Donau gesprengt. Damit sollte mehr Wasser zum Kraftwerk gelangen. Der Wasserstand stieg danach aber nur geringfügig. Für den Betrieb reichte das zusätzliche Wasser nicht.
dpa/vk