Nach der Havarie eines Tankers vor der Küste des Oman weitet sich die Ölverschmutzung weiter aus. Laut aktuellen Satellitenaufnahmen seien inzwischen 1.000 Quadratkilometer verschmutzt, berichtet die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Ende letzter Woche waren es noch 600 Quadratkilometer.
Greenpeace spricht von einer dramatischen Beschleunigung und ernsthaften Bedenken hinsichtlich des Zustandes des Tankers. Betroffen ist ein Schutzgebiet im Arabischen Meer mit Korallenriffen und seltenen Zugvögeln.
Der havarierte Tanker namens "Caroline Bezengi" wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet und soll Schätzungen zufolge mindestens 110.000 Tonnen Öl geladen haben. Das ist knapp die dreifache Menge des Öls, das bei der Havarie des Tankers "Exxon Valdez" im Jahr 1989 vor Alaska ins Meer gelangte. Diese Ölpest gilt als eine der größten Umweltkatastrophen.
dlf/dop