Die weltweiten Ölreserven dürften im kommenden Quartal deutlich schneller sinken. Das erwartet die Internationale Energieagentur IEA in ihrem neuesten Bericht.
Grund sind weiterhin Störungen der Ölversorgung durch den Krieg im Nahen Osten. Dadurch fehlen derzeit täglich rund 1,8 Millionen Barrel Öl. Für das gesamte Jahr erwartet die IEA das größte Defizit seit fünf Jahren.
Die Folgen zeigen sich bereits an den Treibstoffpreisen. Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen verteuerten Benzin und Diesel. Die tatsächlichen Produktionsausfälle bleiben allerdings kleiner als zunächst befürchtet. Alternative Pipelines halten einen Teil der Versorgung aufrecht.
Gleichzeitig sinkt die Nachfrage wegen der hohen Preise. Die IEA erwartet deshalb den stärksten Nachfragerückgang seit der Coronapandemie. Im letzten Quartal dürfte die Nachfrage allerdings wieder leicht steigen.
belga/vk