Kolumbien hat nach dem schweren Erdbeben den landesweiten Notstand ausgerufen. Wie Präsident de la Espriella mitgeteilt hat, sollen nun alle Kapazitäten mobilisiert werden, um angemessen auf die Katastrophe reagieren zu können.
Mittlerweile sind mehr als 130 Todesfälle bestätigt. Hunderte Menschen wurden verletzt. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahl noch deutlich steigen wird. Alleine in der besonders betroffenen Millionenstadt Cali werden mehr als 180 Menschen vermisst. Die rund 600 Soldaten, die bei den Such- und Bergungsarbeiten helfen, sollen um weitere Einsatzkräfte verstärkt werden.
Offiziellen Angaben zufolge wurden mehr als 1.500 Wohnhäuser beschädigt, auch Krankenhäuser und Schulen sind betroffen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist unklar.
Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,4. Es gab mehrere Nachbeben. Das Epizentrum lag im Westen des Landes nahe San José del Palmar. Die Erschütterungen waren mehrere hundert Kilometer weit zu spüren.
dpa/jp