Im Südwesten Spaniens sind wegen eines Waldbrandes erneut rund 500 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das Feuer wütet seit mehreren Tagen in der andalusischen Provinz Huelva. Nach Angaben der Regionalregierung hat es bereits eine Fläche von rund 8.000 Hektar erfasst. Starke Winde fachten die Flammen immer wieder an. Es wird befürchtet, dass der Brand die 60 Kilometer westlich gelegene Stadt Sevilla erreichen könnte.
Auch in Frankreich wüten neue Waldbrände. Im Département Lozère im Südwesten wurden inzwischen zwei Dörfer geräumt.
Bei dem schweren Waldbrand in der kanadischen Provinz British Columbia ist eine 80-jährige Frau ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden starb sie auf der Flucht vor den Flammen. Die Feuer sind noch immer nicht unter Kontrolle, breiten sich aber nicht mehr so rasant aus. Bislang wurden mehr als 100 Quadratkilometer Natur zerstört. Mehr als 20.000 Menschen wurden evakuiert. Dass sich das Feuer zuletzt langsamer ausbreitete, liegt Berichten zufolge auch daran, dass ein großer Teil der Feuerfront inzwischen einen See, den Okanagan Lake, erreicht hat.
Unterdessen ist auch in Griechenland ein neuer Waldbrand ausgebrochen. Er wütet etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Athen. Die Flammen bedrohen mehrere Wohnhäuser, ein Dorf wurde bereits evakuiert. Etwa 200 Feuerwehrleute sind mit mehr als 40 Löschfahrzeugen im Einsatz, auch Helikopter und Löschflugzeuge sind beteiligt. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten. Es ist in bereits der zweite Naturbrand nahe Athen in diesem Sommer. Der erste war erst nach fünf Tagen unter Kontrolle.
dpa/belga/vrt/jp