Der Rhein hat in Köln erneut einen historischen Tiefstand erreicht. Der Pegel ist am Donnerstag auf 67 Zentimeter gesunken. Damit wurde der erst am Samstag aufgestellte Negativ-Rekord eingestellt.
Die Messungen am Pegel Köln reichen bis ins Jahr 1816 zurück. Für den Abend wird ein weiterer Rückgang auf 66 Zentimeter erwartet.
Schiffe können den Rhein zwar weiter befahren, müssen wegen des niedrigen Wasserstands aber deutlich weniger Fracht laden. Die Fahrrinne ist dabei tiefer als der gemessene Pegelstand am Ufer.
Die niedrigen Wasserstände von Rhein, Donau und Elbe haben auch wirtschaftliche Folgen. Um die Lieferketten aufrecht zu erhalten, hat der deutsche Bundesverkehrsminister Steffen Bilger Maßnahmen gegen die Folgen des Niedrigwassers angekündigt.
Geplant sind unter anderem Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw mit besonders wichtigen Gütern. Auch Schwertransporte sollen schneller genehmigt werden. Außerdem soll mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden. Das Niedrigwasser sei eine Herausforderung für die Wirtschaft und die Versorgung, sagte Bilger.
dpa/dop