Nach dem beispiellosen Ansturm von Migranten kehrt in Ceuta allmählich wieder Alltag ein. Geschäfte, Cafés und Restaurants, die in der spanischen Nordafrika-Exklave wegen der chaotischen Situation aus Angst tagelang geschlossen waren, öffneten wieder. Familien und ihre Kinder kehrten an die Strände zurück.
Die politische Debatte über die Ursachen und Konsequenzen der Krise mit mindestens 72 Todesopfern dürften Spanien und die Europäische Union dagegen noch lange beschäftigen. Am Dienstag wollen die EU-Innenminister per Videokonferenz über den Vorfall beraten.
Die meisten der rund 50.000 bis 60.000 Menschen, die nach verschiedenen Schätzungen vor allem am Mittwoch und Donnerstag aus Marokko in die Exklave gelangt waren, sind inzwischen wieder zurückgekehrt. In Ceuta patrouillieren noch 3.000 wegen der Krise entsandte Sicherheitskräfte. Sie sollen dort nach Angaben des Innenministeriums so lange wie nötig bleiben.
dpa/mh