Beim Versuch, von Afghanistan in den Iran zu gelangen, sind nach Behördenangaben mindestens 19 afghanische Migranten verdurstet. Zuletzt wurden die Leichen von 14 jungen Männern in der Wüste der Provinz Nimrus gefunden. Bereits in der vergangenen Woche waren fünf weitere Tote entdeckt worden.
Die Route durch die sogenannte "Wüste des Todes" im Südwesten Afghanistans gilt als sehr gefährlich. Sie wird häufig von Schleusern genutzt, um Migranten über die Grenze in den Iran zu bringen. Viele Afghaninnen und Afghanen arbeiten dort oder setzen ihre Flucht später in Richtung Europa fort.
Afghanistan befindet sich fast fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban weiterhin in einer schweren humanitären Krise. Weite Teile der Bevölkerung leiden unter Armut und Arbeitslosigkeit. Hinzu kommen wiederkehrende Dürren und Starkregen, die durch den Klimawandel verstärkt werden und die Versorgungslage zusätzlich verschärfen.
dpa/mh