In mehreren Waldbrandgebieten in Europa hat sich die Lage am Donnerstag etwas entspannt. In Spanien wurde in der Region um die Hauptstadt Madrid der nationale Notstand aufgehoben. Wegen einer neuen Hitzewelle mit extremen Temperaturen rief Ministerpräsident Pedro Sánchez die Bevölkerung zugleich zu besonderer Vorsicht auf. Mehrere der schwersten Brände seien durch Unachtsamkeit verursacht worden. Solche Handlungen würden nicht ungestraft bleiben. Die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen, von denen insgesamt rund 90.000 Spanier betroffen waren, wurden aufgehoben.
Auch an der französischen Atlantikküste können weitere 84.000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren, auch dort hat sich die Waldbrandlage spürbar entspannt. In der Region waren insgesamt 224.000 Menschen evakuiert worden. Naturbrände werden inzwischen auch aus dem Burgund gemeldet.
Der Waldbrand im Süden der griechischen Insel Kreta wütet weiter. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von mehr als 125 Kilometern pro Stunde würden den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern erschweren, teilte der griechische Wetterdienst (EMY) mit. Mit einer Abschwächung der Winde wird erst am Wochenende gerechnet.
Auf Kreta kamen bislang zwei Feuerwehrleute ums Leben, ein weiterer Feuerwehrmann starb auf der Halbinsel Peloponnes. Aus der Region des beliebten Ferienortes Agia Galini an der Südküste Kretas wurden mehr als 8.000 Menschen zeitweise in Sicherheit gebracht. Am Donnerstag konnten Urlauber nach Angaben von Reportern vor Ort zurückkehren.
dpa/est