In den Waldbrandgebieten rund um die spanische Hauptstadt Madrid können Zehntausende in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für mehr als 20 Ortschaften auf, wie das spanische Innenministerium mitteilte.
Wegen des Beginns der vierten Hitzewelle des Sommers, die bis Sonntag anhalten soll und in den kommenden Tagen die Löscharbeiten erschweren dürfte, warnen die Behörden jedoch weiterhin vor verfrühter Entwarnung.
Größere Sorgen bereitet jetzt der Waldbrand in der Provinz Castellón im Osten des Landes, wo die Flammen weiterhin außer Kontrolle sind. Dort waren seit dem Wochenende insgesamt rund 16.000 Menschen evakuiert worden, mehr als 6.000 konnten aber inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.
Das beliebte Urlaubsland erlebt derzeit eine der verheerendsten Waldbrandserien der jüngeren Geschichte. Allein in Ávila wurde nach vorläufigen amtlichen Schätzungen eine Fläche von knapp 50.000 Hektar zerstört. Das entspricht rund 500 Quadratkilometern - fast der Fläche des Bodensees.
Dieses Feuer ist damit das größte der jüngeren Geschichte Spaniens, das heißt seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1968. Größere Touristen-Hotspots sind bisher allerdings nicht betroffen.
dpa/est