Die Einsatzkräfte in Frankreich und Spanien versuchen weiterhin, die Waldbrände an der Atlantikküste einzudämmen. In Frankreich wütet das größte Feuer in der Nähe von Bordeaux weiter; ein flächenmäßig kleinerer Brand ist inzwischen unter Kontrolle.
Präsident Macron hat am Montag die Einsatzleitung in Bordeaux besucht und die Arbeit der Einsatzkräfte gelobt. Für die kommenden Tage erwarten Wetterexperten allerdings eine neue Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Das könnte die Löscharbeiten erschweren. 2.500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1.500 Soldaten bekämpfen die Feuer in der Region. Auch Hilfe aus dem Ausland ist eingetroffen.
Die Waldbrände bedrohen zunehmend auch den Tourismus in der Gironde. Die Regierung rief Urlauber auf, vorerst nicht in die Region zu reisen. Der Präsident der regionalen Industrie- und Handelskammer sagte dem Sender BFMTV, der Tourismus sei dort weitgehend zum Erliegen gekommen. Bislang wurden rund 220.000 Menschen evakuiert. Auch viele Campingplätze wurden geräumt.
In Spanien hat sich die Situation rund um die Hauptstadt Madrid laut Regionalregierung leicht verbessert. Der spanische Wetterdienst wies aber darauf hin, dass wegen der neuen Hitzewelle die Gefahr weiterer Großfeuer im ganzen Land wieder steige.
Auch in Portugal sind nun mehrere Waldbrände ausgebrochen. Die EU warnt, dass die Einsatzkapazitäten bald erschöpft sind.
dpa/jp