In Südeuropa bemühen sich die Einsatzkräfte weiterhin um die Eindämmung verheerender Waldbrände. In Frankreich hat sich die Situation um Bordeaux stabilisiert, unter Kontrolle sei die Lage aber nicht. Das sagte Innenminister Nuñez nach einer Krisensitzung der Regierung. Bislang mussten wegen der Brände bereits mehr als 250.000 Menschen ihre Häuser verlassen.
In Spanien rückten die Waldbrände westlich der Hauptstadt Madrid laut den Behörden langsamer vor, Entwarnung gab es jedoch auch dort nicht. In den betroffenen Gebieten mussten insgesamt etwa 100.000 Einwohner ihre Häuser verlassen oder Schutz suchen.
In Frankreich und Spanien wird in den kommenden Tagen eine erneute Verschärfung der Situation angesichts einer weiteren Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad befürchtet.
Um die Waldbrände in Südeuropa einzudämmen, hat die EU ihre Notfallreserve aktiviert und Löschfahrzeuge mit Personal in die betroffenen Länder gebracht. In Frankreich werden insgesamt sieben Löschflugzeuge und vier Hubschrauber eingesetzt. Für Spanien sind sechs Flugzeuge mobilisiert worden.
Der Großteil der Luftfahrzeuge ist nach Angaben der Europäischen Kommission Teil einer EU-Flotte zur Bekämpfung von Waldbränden. Sollten diese Mittel nicht ausreichen, kommt die EU-Flotte ins Spiel, die Notfallreserve "RescEU".
Insgesamt stehen an verschiedenen Standorten in Europa 22 Löschflugzeuge und fünf Hubschrauber zur Verfügung. Alle Fluggeräte können jedoch wegen der unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten nicht überall eingesetzt werden.
dpa/dlf/dop