US-Präsident Donald Trump bekommt aus dem Parlament immer mehr Gegenwind für seinen Iran-Kurs zu spüren. Das Repräsentantenhaus verabschiedete erneut eine Resolution zum Konflikt und forderte Trump auf, den Militäreinsatz zu beenden. Schon im Juni hatte sich das Repräsentantenhaus gegen den Krieg ausgesprochen.
Der Beschluss hat keine unmittelbare Konsequenz, zeigt aber, dass der politische Druck auf Trump steigt - zumal im November die Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. In der Resolution hieß es, für den Kampfeinsatz sei eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress nötig.
Zuletzt ist der Krieg mit neuen Angriffen wieder eskaliert. Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihre Luftangriffe auf den Iran gestartet. Mitte Juni vereinbarten die USA und der Iran ein Rahmenabkommen, das den Weg zur Beendigung des Krieges über vertiefte Verhandlungen ebnen sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump kürzlich aber nach zahlreichen Verstößen für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden.
Erneut nächtliche Explosionen im Iran
Die US-Armee hat in der Nacht zu Freitag wieder den Iran angegriffen. Medien im Iran berichteten von mehreren Explosionen. Unter anderem wurden demnach die Insel Gheschm in der Straße von Hormus und die Großstadt Bandar Abbas getroffen.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der inzwischen 13. Nacht in Folge wieder militärische Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, die die zivile Schifffahrt in der Region bedrohen.
Der Golfstaat Kuwait hat indessen am Donnerstagabend neue Angriffe auf sein Staatsgebiet gemeldet.
dpa/est