US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle angekündigt. Wegen angeblich unzureichender Maßnahmen gegen Zwangsarbeit soll auf die Einfuhren von 60 Ländern in die USA ein Zoll verhängt werden - von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent. Darunter fallen auch bestimmte Produkte aus der Europäischen Union, wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitteilte.
Die zusätzlichen Zölle sollen ab diesem Freitag gelten. An diesem Tag läuft die gesetzliche Frist für die bisherigen globalen Zölle von zehn Prozent aus. Die hatte Trump nach seiner Niederlage vor dem Obersten US-Gerichtshof in aller Eile im Februar verhängt.
Der Supreme Court hatte im Februar entschieden, dass Trumps frühere Zölle gegen Dutzende Handelspartner - darunter auch die Europäische Union - auf Basis eines Notstandsgesetzes rechtswidrig waren. Dass Trump eine neue Zollbegründung liefert, war erwartet worden.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die neuen US-Zölle kritisiert. Sie ging vor allem auf die Begründung ein, dass es unzureichende Maßnahmen gegen Zwangsarbeit gebe. Wenn man die Arbeitsrechte innerhalb der EU mit denen in den USA vergleiche, sei die Begründung von US-Präsident Trump "wenig fundiert".
dpa/est