Die US-Regierung will Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Beide Länder unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Abkommen, wie das US-Energieministerium mitteilte. Medienberichten zufolge ist die Einigung auf 30 Jahre ausgelegt.
Die USA wollen wirtschaftlich profitieren: Sie wollen Nukleartechnologie exportieren, das soll US-Jobs schaffen. Für Saudi-Arabien soll das Abkommen laut der US-Mitteilung dazu beitragen, dass der Energiebedarf im Land gedeckt werden kann.
US-Präsident Trump hat das Abkommen an Bedingungen geknüpft. Die Einigung gelte nur dann, wenn Saudi-Arabien dem Abraham-Abkommen beitrete, so Trump. Mit diesen Abkommen, das 2020 unterzeichnet worden war, hatten Bahrain, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Beziehungen zu Israel normalisiert.
Die Vereinbarung muss noch dem US-Parlament vorgelegt werden. Viele Abgeordnete lehnen eine Ausweitung atomarer Technologie im politisch instabilen Nahen Osten ab - noch dazu im laufenden Krieg der USA mit Saudi-Arabiens langjährigem Rivalen Iran. Zudem ist unter anderem offen, in welchem Maß internationale Inspektoren Zugang zu den Standorten bekommen könnten, um militärischen Missbrauch zu verhindern.
dpa/belga/est/moko