Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Donnerstag wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Das regionale US-Kommando Centcom erklärte, dadurch sollten weitere iranische Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindert werden. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA den Iran angriffen.
Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass der Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Trump hatte auch gedroht, dass die USA künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören" würden, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschieße. Das schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen.
US-Repräsentantenhaus ermöglicht deutlich höheren Verteidigungsetat
Inmitten der andauernden Angriffe auf den Iran hat das US-Repräsentantenhaus die Voraussetzungen für drastisch steigende Militärausgaben geschaffen. Das Repräsentantenhaus verabschiedete ein Rahmenkonzept für die Verteidigungspolitik im Haushaltsjahr 2027. Darin ist ein um 30 Prozent höheres Budget des Pentagons vorgesehen: fast 1,15 Billionen Dollar für Verteidigungsprogramme, Gehälter für Streitkräfte und andere Pentagon-Projekte.
Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich - vor allem mit Stimmen von Republikanern - für ein entsprechendes Gesetz. Das Repräsentantenhaus brachte auch die Umbenennung des Verteidigungsministeriums auf den Weg. Es soll künftig Kriegsministerium heißen.
Schiff im Roten Meer beschossen
Auch im Roten Meer spitzt sich die Lage zu. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen. Die Miliz hatte vor einigen Tagen angekündigt, sie werde saudische Ölexporte blockieren.
Indessen hat die Besatzung eines Tankers im Roten Meer Beschuss gemeldet. Dabei brach nach Angaben des Kapitäns ein Feuer aus. Es wurde aber niemand verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien.
dpa/est