Bei der Bekämpfung eines großen Waldbrandes unweit der spanischen Hauptstadt Madrid gibt es nach fünf Tagen erstmals gute Nachrichten. Man sehe bereits "das Licht am Ende des Tunnels", sagte der Präsident der betroffenen Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page.
Die nächtliche Arbeit von mehr als 600 Einsatzkräften habe die Ausbreitung der Flammen in Richtung der Provinzhauptstadt Soria "praktisch gestoppt", versicherte er vor Journalisten nach einem Treffen mit den Einsatzleitern.
Das Feuer ist Donnerstag rund 60 Kilometer nordöstlich von Madrid ausgebrochen, hat sich sehr schnell ausgebreitet und große Sorgen ausgelöst. García-Page hatte von dem schlimmsten Waldbrand in der Geschichte der Region gesprochen. Aufgrund des Feuers mussten rund 1.200 Menschen aus mehr als 30 gefährdeten Ortschaften evakuiert werden.
Inzwischen sind nach Schätzungen 29.000 Hektar verbrannt, teilten die zuständigen Behörden in Kastilien-La Mancha mit. Diese Zahlen werde man anhand aktualisierter Satellitenbilder möglicherweise aber deutlich reduzieren. Hunderte Einsatzkräfte wurden nach Medienberichten zeitweilig von knapp 50 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Die hohen Temperaturen und starke Winde hatten an den vergangenen Tagen die Löscharbeiten erschwert.
Am Dienstag begann in Spanien noch dazu die dritte Hitzewelle des Sommers. Mit drei Tagen werde diese aber relativ kurz sein, teilte der Wetterdienst Aemet mit.
dpa/km