Wenige Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress hat Präsident Donald Trump erneut Misstrauen an fairen und freien Wahlen im eigenen Land geweckt. Er warf vor allem China einen großangelegten Versuch der Einflussnahme auf US-Wahlen vor. Peking habe ab 2020 den "vermutlich größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte" verübt. Außerdem habe China Journalisten für kritische Berichterstattung über sich bezahlt, behauptete Trump.
Als angebliche Belege nannte Trump Daten von Geheimdiensten, die am Freitag veröffentlicht werden sollen. Bis heute erkennt Trump seine Niederlage bei der Präsidentenwahl 2020 nicht an.
China wies die Vorwürfe als erfunden und böswillige Verleumdung zurück. Die Volksrepublik halte am Grundsatz der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten fest, habe kein Interesse an den US-Präsidentschaftswahlen und habe sich niemals in diese eingemischt. Das sagte der Außenamtssprecher der Regierung in Peking.
Im Gegenteil sei sich die Weltgemeinschaft darüber bewusst, wer sich ständig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmische, seit langem Regierungen überwache und Daten in großem Umfang stehle. Washington solle sich für die Verbesserung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen einsetzen.
dpa/est