US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln". Das sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, "bis ich sage, dass es genug ist".
Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und vom Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen.
Das US-Militär begann am Dienstag nach eigenen Angaben seine nächste Welle von Angriffen auf den Iran und nahm auch die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wieder auf. Mit den neuen Angriffen sollten laut US-Angaben iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Nach sieben Stunden sei die Angriffswelle dann am Mittwochmorgen belgischer Zeit beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.
Teheran: 30 Tote bei US-Angriffen im Süden Irans
Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 30 Zivilisten getötet worden.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mehr als 260 Menschen bei Angriffen innerhalb der letzten Woche verletzt. 222 der Verletzten seien nach ihrer Behandlung inzwischen wieder aus Kliniken entlassen worden.
dpa/fk/sh