In der von Russland angegriffenen Ukraine steigen die zivilen Opferzahlen den fünften Monat in Folge. Im Juni wurden einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge 293 Zivilisten getötet. Weitere 1.990 seien verletzt worden. Seit Kriegsbeginn sind der Zählung der Experten zufolge mehr als 16.400 Zivilisten getötet und über 48.600 verletzt worden.
Der überwiegende Teil der Opfer wurde den Angaben nach in den von der Regierung kontrollierten Gebieten erfasst. Allerdings haben die UN-Experten zu den russisch besetzten Gebieten der Ukraine keinen Zugang. Zivile Opfer in den von der russischen Armee 2022 eroberten und stark zerstörten Städten seien daher nur unzureichend dokumentiert.
Vor dem Hintergrund der andauernden Kämpfe hat das Parlament in Kiew unterdessen das seit dem russischen Einmarsch geltende Kriegsrecht und die Mobilmachung um weitere 90 Tage verlängert.
dpa/rop