Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Attacken richteten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr, berichten das "Wall Street Journal" und die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte.
Inzwischen hat das US-Militär seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran für beendet erklärt. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.
Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren.
Die Ölpreise haben am Montagmorgen nach der weiteren Angriffswelle des US-Militärs deutlich zugelegt. Ein Barrel der Referenzsorte Brent legte im frühen Handel zuletzt um 4,46 Prozent auf 79,40 Dollar zu.
Die Straße von Hormus habe essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel und werde nicht vom Iran kontrolliert, betonte Centcom. Die US-Streitkräfte stünden bereit, um die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs zu verteidigen - auch gegen "die ungerechtfertigte Aggression des Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen".
Nach der wiederholten Eskalation im Iran-Krieg haben Staaten am Persischen Golf erneut Raketenbeschuss gemeldet. Bahrain und Kuwait lösten in der Nacht Alarm aus und bekämpften nach eigenen Angaben feindliche Projektile. Sie standen schon mehrfach im Zentrum iranischer Vergeltungsmaßnahmen.
Auch Jordaniens Nachrichtenagentur Petra berichtet am Morgen, dass vier Raketen aus dem Iran abgefangen worden seien. Opfer oder Schäden gibt es demnach nicht.
Irans mächtige Revolutionsgarden zielten als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe nach eigenen Angaben unter anderem auf ein mobiles Raketenartilleriesystem der US-Armee in Kuwait, auf Treibstofftanks und Munitionslager des Luftwaffenstützpunkts Prince Hassan in Jordanien sowie auf ein Kontrollzentrum des US-Stützpunkts Scheich Isa in Bahrain.
dpa/sh