Ein verheerender Waldbrand hat im Süden Spaniens viele Menschenleben gefordert. Nach Angaben der Regionalregierung von Andalusien gab es mindestens elf Todesopfer. Da 19 Menschen vermisst werden, steht die genaue Totenzahl noch nicht fest.
Vier der Opfer wurden in einem Fahrzeug, sieben andere auf den Straßen von den Flammen eingeschlossen und verbrannten. Den Angaben zufolge hatten sie auf der Flucht vor den Flammen die falsche Richtung genommen. Unter den Toten werden Touristen vermutet, möglicherweise Briten und Belgier. Dazu muss aber die Identifizierung abgewartet werden.
Nach einer vorläufigen Bilanz der Regionalregierung gibt es zudem acht Verletzte, davon vier Schwerverletzte. Als Ursache des Brandes wird der Einsturz einer Stromleitung vermutet.
Die Regionalregierung spricht von einer beispiellosen Tragödie. Es sei der Waldbrand mit den bislang schwersten Folgen für die Provinz Andalusien. Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez brachte auf der Plattform X seine "große Trauer und Bestürzung angesichts der schrecklichen Folgen des Brandes" zum Ausdruck.
dpa/sh