Lettland registriert weiterhin zahlreiche Migranten, die unerlaubt vom Nachbarland Belarus aus die Grenze zu dem EU- und Nato-Land überqueren wollen. Das sagte der lettische Grenzschutz-Chef Guntis Pujats in einem Radio-Interview.
Die Lage sei seit April ziemlich angespannt und kompliziert. Nach offiziellen Angaben wurden in diesem Jahr schon 7.634 Migranten davon abgehalten, unerlaubt die grüne Grenze zu passieren, das waren 800 mehr als im letzten Jahr. Und nicht alle irregulären Grenzgänger können gestoppt werden. In den Nachbarländern Litauen und Polen liegen die Zahlen inzwischen niedriger.
Lettland grenzt im Osten auf einer Länge von rund 172 Kilometern an Russlands engem Verbündeten Belarus. Wie Polen und Litauen wirft Lettland dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, in organisierter Form Migranten an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben. Alle drei Länder haben deshalb schon den Schutz der Grenze verstärkt.
dpa/est