In Teheran sind nach Angaben staatlicher Medien mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ajatollah Chamenei gefolgt. Der Trauerzug durch die Stadt könnte bis zu zwölf Stunden dauern.
In der Stadtmitte zog der Sarg des Ende Februar ums Leben gekommenen Staatsoberhaupts bei Temperaturen von weit über 30 Grad über die Hauptverkehrsachse vom Osten in den Westen der Stadt. Viele Teilnehmer der Prozession skandierten "Tod für Amerika" und "Tod für Israel".
Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten.
Aus Sicherheitsgründen sperrte der Iran am Montag den Luftraum über Teheran. Auch in den nächsten Tagen soll es zeitweise Einschränkungen beim Flugverkehr geben.
dpa/est