Zum Start einer erneuten Hitzewelle in Frankreich spitzt sich die Waldbrandgefahr im Süden des Landes zu.
Im Departement Pyrénées-Orientales sind inzwischen 10.000 Menschen evakuiert worden. Betroffen sind 26 Ortschaften in einem Gebirgsmassiv westlich von Perpignan, wo die Flammen sich inzwischen durch 4.600 Hektar Fläche gefressen haben. Ein Anwohner und ein Feuerwehrmann wurden lebensgefährlich verletzt.
Die Präfektur des Departements rief die Menschen in der betroffenen Region dazu auf, die Straßen vollständig für die Feuerwehrkräfte freizuhalten und nicht in die Häuser zurückzukehren, um dort Besitz in Sicherheit zu bringen.
Wegen des Großbrands wird außerdem die dritte Etappe der Tour de France ohne Zuschauer und Werbekarawane durch die betroffene Region führen.
EU entsendet Löschflugzeuge nach Frankreich und Portugal
Die Europäische Kommission hat den EU-Katastrophenschutzmechanismus im Eilverfahren aktiviert, um Frankreich und Portugal bei der Bekämpfung der schweren Waldbrände zu unterstützen. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib betonte, angesichts des Ausmaßes der Brände zähle jede Minute.
Die EU entsendet vier Löschflugzeuge aus Schweden und Zypern in die betroffenen Gebiete in Frankreich, um die Einsatzkräfte in der Region um Perpignan zu verstärken. Portugal erhält Unterstützung durch 118 Feuerwehrleute und 45 Einsatzfahrzeuge aus Spanien sowie drei Löschflugzeuge aus Italien und Spanien.
dpa/est