Mehr als vier Monate nach seiner Tötung haben im Iran unter großen Sicherheitsvorkehrungen die öffentlichen Trauerfeiern für den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen.
Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten Särge des Religionsführers und mehrerer seiner Familienmitglieder aufgebahrt in einer Teheraner Moschee hinter Vitrinen. Zahlreiche Anhänger strömten bereits seit der Dämmerung zum Veranstaltungsort.
Der Leichnam bleibt zunächst drei Tage in Teheran. Anschließend sind Trauerzeremonien in der Pilgerstadt Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit im Iran sowie dem Nachbarland Irak geplant. Am Donnerstag soll er in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. F
ür Chameneis Anhänger und die iranische Führung ist die Staatstrauer zugleich Abschied und Demonstration politischer Geschlossenheit. Für die Staatsspitze bietet die Großveranstaltung die Gelegenheit, Einheit und Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.
Chamenei war am 28. Februar im Alter von 86 Jahren bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in der iranischen Hauptstadt getötet worden.
dpa/rop