Ein Gericht in Lettland hat einen Mann wegen Spionage für das benachbarte Russland zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Der lettische Staatsbürger wurde der Informationsweitergabe an den russischen Militärgeheimdienst (GRU) für schuldig befunden. Er soll aus ideologischen Motiven zwischen 2016 und 2025 freiwillig mit dem Dienst zusammengearbeitet haben.
Der Mann soll nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft auf Anweisung des GRU illegal Informationen über den Flugplatz Spilve und die Bedingungen für den Kauf von SIM-Karten in Lettland gesammelt haben. Auch über die militärpolitischen Entwicklungen im Land, die Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine und Nato-Aktivitäten habe er direkt an den russischen Militärgeheimdienst berichtet.
dpa/sh