Die russischen Behörden haben auf der ukrainischen Halbinsel Krim den Notstand ausgerufen. Nach Angaben der von Moskau eingesetzten Verwaltung soll die Maßnahme helfen, die Folgen der jüngsten ukrainischen Angriffe zu bewältigen.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass 660 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgewehrt worden seien. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass bezeichnete das als heftigsten ukrainischen Drohnenangriff seit Jahresbeginn.
Die Angriffe haben nach russischen Angaben schwere Engpässe bei Strom und Treibstoff verursacht. Auf der gesamten Halbinsel gab es bereits Stromabschaltungen. Außerdem verboten die Behörden den Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen.
Der Notstand erleichtert es den Behörden, zusätzliche Mittel bereitzustellen. Er erlaubt unter Umständen auch Einschränkungen für die Bevölkerung.
Die Ukraine hat ihre Gegenangriffe in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet und den Krieg damit zurück auf russisches Territorium getragen. Das ukrainische Militär zielt vor allem auf die russische Rüstungs- sowie die Öl- und Gasindustrie, um den Treibstoffnachschub für die russische Armee zu stören und dem Kreml die Kriegsfinanzierung zu erschweren.
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