Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus scheint sich zu normalisieren. Dem Rohstoffdatenspezialist Kpler zufolge passierten am Mittwoch rund 70 Schiffe die wichtige Meerenge. Vor dem Krieg zwischen den USA, Israel und Iran waren es täglich deutlich mehr.
Die meisten Öltanker steuerten demnach China an. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, Schiffe könnten die Meerenge sicher passieren, wenn sie festgelegte Routen nutzten.
Für die Durchfahrt sollen vorerst keine Gebühren anfallen. Das teilte Omans Außenminister Badr al-Busaidi mit. Laut dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran darf der Iran während der Verhandlungen keine Transitgebühren verlangen.
Der Schiffsverkehr auf der wichtigen Handelsroute war während des Krieges mit dem Iran nahezu zum Erliegen gekommen. Die Route gilt als zentral für den weltweiten Handel mit Erdöl und Erdgas. Unklar bleibt, ob sich dort weiterhin Seeminen befinden.
Wie es nach den vorgeschriebenen 60 Tagen weitergeht, sollen Teheran und Oman gemeinsam aushandeln. Dabei sollen auch internationales Recht und die Interessen der Anrainerstaaten berücksichtigt werden.
US-Außenminister Rubio warnte vor Chaos, sollte der Iran wie angedroht Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus erheben. Eine Gebühr für eine internationale Wasserstraße zu akzeptieren, würde Folgen haben, sagte Rubio bei einem Treffen des Golf-Kooperationsrates in Bahrain. Internationale Wasserwege gehörten keinem Staat.
belga/dpa/dlf/vk