Die Ehefrau des spanischen Regierungschefs Sánchez muss sich wegen schwerer Korruptionsvorwürfe vor Gericht verantworten. Das hat der seit zwei Jahren ermittelnde Richter Juan Carlos Peinado entschieden, wie der spanische Staatssender RTVE und mehrere große Medien berichten.
Gegen Begoña Gómez werden Vorwürfe der Korruption, illegalen Einflussnahme und Veruntreuung erhoben. Zusätzlich soll sie gegen Markenrechte verstoßen haben.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden Auflagen verhängt: Gómez muss sich alle zwei Wochen bei der Justiz melden, ihren Reisepass abgeben und darf Spanien nicht verlassen.
Die Regierung und die sozialistische Partei PSOE weisen die Vorwürfe zurück und sprechen von einem politisch motivierten Vorgehen des Richters. Auch die Staatsanwaltschaft hatte mehrfach die Einstellung des Verfahrens mangels Beweisen gefordert.
Der Fall sorgt in Spanien seit Monaten für politische Spannungen und zusätzlichen Druck auf die Minderheitsregierung von Pedro Sánchez, die bereits mit weiteren Korruptionsverfahren konfrontiert ist.
dpa/mh