Irans Justiz will gegen die iranischen Fußball-Fans rechtlich vorgehen, die beim WM-Spiel gegen Neuseeland die Nationalhymne missachtet und kritische Slogans gerufen haben.
Nach Angaben iranischer Medien wurden viele von ihnen bereits identifiziert. Ihnen droht die Beschlagnahmung ihrer Vermögenswerte im Iran.
Auch bei den nächsten beiden WM-Spielen der iranischen Nationalmannschaft will die Justiz gegen die "Störenfriede" rechtliche Schritte einleiten und ähnliche Strafen verhängen.
Einreise-Streit mit Iran: USA bleiben bei harter Regelung
Die für die Fußball-WM zuständige Task-Force des Weißen Hauses wehrt sich gegen die Klagen des Irans über die Ein- und Ausreiseverpflichtungen. Irans Trainer und Spieler hatten sich nach dem 2:2 gegen Neuseeland darüber beschwert, noch am Abend zurück nach Mexiko reisen zu müssen. Der WM-Beauftragte Andrew Giuliani sagte am Tag nach der Partie, der Ablauf sei vorher klar mitgeteilt worden.
Auch für die kommenden WM-Spiele des Iran wird die Mannschaft am Tag vor dem Spiel einreisen dürfen und am Abend des Spieltags wieder abreisen, erklärte Giuliani weiter. Irans Kapitän Mehdi Taremi hatte sich neben der raschen Abreise auch über fehlende Visa für Team-Mitglieder beschwert.
dpa/sh